Algerien – Die Wüstenberge und die Wüste

Nach langer Zeit wollen wir endlich wieder eine weite Reise machen. Nachdem wir viele unterschiedliche Landschaften gesehen haben, wollen wir nicht nur die Wüste streifen, sondern sie erleben. Sehr intensiv geht das im Zuge einer Trekkingreise im Süden Algeriens. Also reisen wir in die Alfara-Region tief im Süden Algeriens. Hier erlebt man die Magie der Wüstenberge und die endlose Sandwüste.

Für die Eiligen geht es hier zu unserer Reise in Bildern.

Im Souk von DjanetUnser Startpunkt ist Djanet. Diese kleine Stadt nahe der lybischen Grenze liegt mitten in der Sahara. Und so genießen wir gleich bei der Ankunft mitten in der Nacht unsere erste Nacht im Zelt in der Wüste. Ein kurzer Besuch am nächsten Tag der Stadt und des Souks für die letzten Einkäufe. Ab nun gibt es weder Strom noch Handyempfang und auch kein Waschwasser. Trinkwasser muss entkeimt werden (Micropur ist völlig geschmacklos).

Trekking in den Wüstenbergen

Die WüstenbergeWir fahren nun nach Westen in die Afara Region, eine wilde, abgeschiedene Wüstenregion. Denn hier werden wir die nächsten 8 Tage das Tassili-Gebirge mit Tuaregs und ihren Lastenkamelen entlangwandern. Das Mittelgebirge auf ca. 1.400 Meter Höhe ist extrem abwechslungsreich.

Zerklüftete Berge, Wasserlöcher (die zur zeit ausgetrocknet sind), tiefe Canyons werden durchwandert. Dabei sehen wir Mufflons, Skorpione, natürlich viele Kamele und sogar eine Sandviper.

Felsmalereien aus der Rinderperiode a. 6.000 v. Chr.Zu sehen gibt es außerdem eine unglaubliche Menge an Felsmalereien von ca. 6.000 v. Chr. Man kann erkennen, dass zu dieser Zeit die Wüste noch einfruchtbares Land war.

Gegessen wird Im Sand. Unser Koch schafft täglich Frühstück, Mittagessen und ein tolles Abendessen. Seinem alter Land Cruiser ist vollbeladen und umfährt die für Autos zu schwierige Trekkingroute.

Im Rhythmus der Tuareg

Die Tage werden zur Routine. Aufstehen, Frühstück, Zelt abbauen, Gepäck verladen, gehen bis zum Mittagessen. Am Nachmittag nochmals wandern, Lager aufbauen, Abendessen, Schlafen.

Der beeindruckende Sterrnenhimmel lässt uns vergessen, dass es hier absolut keinen Strom, kein Internet, kein TV gibt. Man wäscht sich mit Feuchttüchern. Die saubere Luft und die vollkommene Stille lassen uns immer lang schlafen.

Wind in den Sanddünen

Zum Abschluss des Trekkings sind wir noch zwei Tage in den Dünen des Erg Admer. Fünfzig und mehr Meter richten sich die Sandberge auf. In endloser Aneinanderreihung folgt eine Düne der nächsten, eine faszinierende Landschaft!

Zum Schluss

Der letzte Tag wird noch genutzt für Souvenireinkäufe und einen kleinen Spaziergang durch die Wüstenstadt Djanet.

Im Flugzeug wollen wir erst mal die Eindrücke verarbeiten. Doch Air Algeria erfüllt auch beim Rückflug alle Vorurteile einer der schlechtesten Airlines der Welt. Chaos, Verspätung, unfreundliches Bodenpersonal, noch unfreundlichere Besatzung, Anpöbeln der Fluggäste.

Algerien selbst ist landschaftlich unglaublich, die Menschen in der Wüste sind freundlich. Wer die Magie der Wüstenberge und der Wüste erleben will ist hier richtig. Eine bleibende Erinnerung an faszinierende Tage!

6 Gedanken zu „Algerien – Die Wüstenberge und die Wüste

  1. Hey, ihr 2 Lieben!
    Das sind seeeehr beeindruckende Bilder von einer wohl sehr spannenden Reise! Wenn man in die Fotos taucht, ist man direkt rin bisserl dabei…schön!….und vielen Dank!
    …wie gings euch denn beim heimkommen? …mit dem „alten Rythmus“??
    Viele liebe Grüße und danke fürs Teilen…Simsi

  2. Sehr schöner Reisebericht mit tollen Bildern! Danke, dass ihr uns daran teilhaben lasst. Ich bin schon auf die mündlichen Gschichteln dazu gespannt. Bis bald, Berti

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