Smarttrainer

Smarttrainer – nix für Trainingsfaule

Ich hab’s jetzt auch getan und einen Smarttrainer ergattern können. Das war in diesem speziellen Jahr schon fast die größte Herausforderung. Denn smart trainieren ist nicht nur im Trend sondern so ziemlich das Beste, was man als Sportenthusiast machen kann.

Wir sind ja Radenthusiasten. Deshalb wurde es auch ein Radtrainer. Aber wieso Smarttrainer? Beginnen wir mit einer Definition.

Was sind Smarttrainer?

Als Smarttrainer bezeichnet man Indoor-Trainingsgeräte, die ein interaktives Trainingserlebnis zulassen. Man kann damit nicht nur einfach vor sich hintreten sondern

  • ganz spezielle Trainings machen, beispielsweise FTP, Power, Grundlagen; eingentlich alles, was man mit Trainingsplänen einfach „ohne Spass“ durchstrampeln muss
  • GPS-Touren ganz genau nachfahren, wobie es egal ist, ob man die schon gefahren ist oder irgendwo geplant hat und
  • sogar Strecken fahren, die als Video verfügbar sind, also sich die Landschaft in’s Trainingskammerl holen

Bei den letzten beiden stellt sich die Steigung von selbst ein und man muss entsprechend schalten. Genauso wie draußen. Bei manchen Plattformen kann man dann zusätzlich gegen andere radeln, z.B. Zwift.

Es gibt Trainer, bei denen man das Hinterrad montiert lässt und eine Rolle bremst. Und es gibt Smarttrainer, bei denen das Hinterrad durch den Trainer ersetzt wird. Sie alle sind via Bluetooth mit Smartphone, Tablet oder Computer verbunden. Dadurch werden sie intelligent.

Bei meinem Tacx Neo 2T war es wirklich einfach. Auspacken, anstecken und mit dem iPad verbinden, schon ist man startbereit. In Folge musste ich aber doch die Schaltung ein wenig nachjustieren. Aber alles läuft bestens. Und noch dazu wird immer wieder das Rad gewechselt.

Wieso soll man drinnen fahren?

Muss man eh nicht. Doch gerade in unseren Breitengraden ist es vor Allem im Winter schon sehr mühsam, ordentlich zu trainineren. Witterung und vor Allem die frühe Dunkelheit machen es einem schon ziemlich schwer.

Indoor-Trainig schafft top Bedingungen und man braucht viel weniger Zeit. Anziehen, das winterfeste Rad holen, vielleicht im Anschluss Radpflege mit kalten Zehen und Fingern – das ist Winterradeln! Schnell in Hose und Trikot geschlüpft, am Tablet eine Tour gesucht und los gehts. Nach einer Stunde ist man fertig. Und zwar fix und fertig, weil „auf der Rolle“ gibt man so gut wie immer zu viel Gas.

Für mich einer der größten Vorteile: Fahren mit Video! Einerseits entdeckt man schöne Landschaften und es scheint die Sonne. Allein das macht die Fahrt schon angenehmer. Man kann aber auch immer dazwischen einfach aufhören, wenn es doch zu lang wird.

Es gibt verschiedene Apps, die mehr oder weniger können. Hier gibt es einen ausführlichen Test der Apps und hier gehts zu Zwift, dem absoluten Platzhirschen. Ich fahre mit der Tacx Trainings-App, sie ist (noch) ausreichend!

Ich bin dieses Jahr fast komplett die sogenannten Festive500 auf meinem Smarttrainer gefahren und hatte wirklich Spass. Ich war so sogar einen Tag früher durch! Was die Festive500 sind erfahrt ihr hier.

Macht ein Smarttrainer Sinn?

Für mich ist es in jedem Fall sinnvoll. Ich fahr gern, ich kann daneben Netflix schauen oder mich auf die Landschaft konzentrieren. Und ich bin unabhängig von Fitness-Studio und freiem Rad im Gym.

Das größte Problem sind die Kosten. Denn ein guter Smarttrainer kostet entsprechend viel. Und ich würde hier eher gleich in ein ordentliches Gerät investieren. Je hochwertiger umso präziser ist das Fahrgefühl. Beim Spitzengerät Tacx Neo 2T sogar inklusive Rütteln auf einer Schotterstraße. Je hochwertiger umso leiser ist das Gerät. Die Nachbarn und Mitbewohner werden dankbar sein. Der Widerstand ist jetzt nicht so der Gradmesser. Weil auch bei den einfachen reichen die Wattzahlen allemal aus. Oder wer tritt schon 1.800 Watt? Die maximale Steigung ist bei den einfachen Trainern bei 16 bis 18%, bei den teuren gehts rauf bis 25%.

Tipps zum Fahren mit einem Smarttrainer

Ganz wichtig ist viel Flüssigkeit, man trinkt wirklich viel.
Genauso ist es empfehlenswert bei Fahrten in der Wohnung ein Handtuch unterzulegen. Man schwitzt wirklich viel.
Man sollte sich nicht all zu lange Strecken vornehmen. Man fährt eh genug.

Man sollte den Smarttrainer aber regelmäßig nutzen! Viel Spass!

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