Ein Jahr und drei Monate sind seit unserer letzten größeren Reise vergangen. Höchste Zeit also, wieder die Koffer zu packen. Wer nicht lesen mag findet hier die Reise in Bildern.
Diesmal zieht es uns in den Norden Südafrikas – eine Region voller dramatischer Berglandschaften, legendärer Nationalparks und unvergesslicher Safari-Momente. Die Drakensberge standen schon lange auf unserer Bucket-List, also auf mit Ethiopian Airlines nach „JoBurg“, wie Johannesburg liebevoll genannt wird.
Viel Zeit verlieren wir in der Millionenmetropole allerdings nicht. Unser Ziel ist die Natur – und die Big Five.
Drakensberge: Clarens & Golden Gate National Park
Unsere Südafrika-Rundreise startet in Clarens, einer charmanten Kleinstadt nahe der Grenze zu Lesotho. Das Gypsie Guesthouse begrüßt uns stilecht – inklusive Murphy, dem Housedog. Die kreativen Wohnwagen-Unterkünfte sind ein Erlebnis, auch wenn ein klassisches Zimmer mit eigenem Bad durchaus Komfortpunkte sammelt.

Am nächsten Morgen geht es in den Golden Gate Highlands National Park. Die Wanderung zur Echo Ravine ist landschaftlich spektakulär: goldene Sandsteinformationen, schmale Schluchten und Wasserläufe, die sich durch die Felsen schlängeln. Die Drakensberge zeigen hier, warum sie zu den schönsten Wanderregionen Südafrikas zählen. Zwei weitere Aussichtspunkte und ein entspannter Spaziergang am Stausee von Clarens runden unseren ersten Abschnitt perfekt ab.
Cathedral Peak: Wasserfälle, Panorama & Wetterdrama


Weiter führt unsere Route durch die Drakensberge nach Cathedral Peak. Das Gelände rund um das traditionsreiche Hotel wirkt fast wie ein Naturpark im Kleinen – Buschböcke inklusive Rasenpflege, Hauskatzen inklusive Herrschaftsanspruch.

Die Wanderung zu den Rainbow Falls fordert uns gleich am ersten Tag heraus. Die Regenzeit hat ihre Spuren hinterlassen: rutschige Pfade, steile Leitern, aber auch eine unglaublich satte Vegetation. Die Schlucht belohnt jeden Schritt. Weitere Highlights wie Mushroom Rock, Ribbon Falls und Doreen Falls bieten Panorama pur. Und als Draufgabe sorgt ein dramatisches Gewitter am Abend für echtes Afrika-Feeling. Ein kurzer Abstecher zu den Blue Pools ist am nächsten Tag noch drin – mehr lässt der Wasserstand nicht zu.



St. Lucia & iSimangaliso Wetland Park: Safari trifft Meer
Von den Bergen geht es ans Meer nach St. Lucia, in den iSimangaliso Wetland Park – UNESCO-Weltnaturerbe und eines der artenreichsten Schutzgebiete Südafrikas. Unser St. Lucia Wetlands Guesthouse begeistert mit tropischem Garten, Pool und liebevollen Details. Meerkatzen inklusive.
Eine Bootstour auf dem St. Lucia Estuary bringt uns den Hippos ganz nah. Später erfahren wir, dass die Flusspferde nachts auch durch den Ort spazieren – auf der Suche nach einem gepflegten Rasen als Mitternachtssnack. Der Abstecher nach Cape Vidal wird gleich als Game Drive genutzt. Büffel, Antilopen, Vögel und Hippos zeigen sich – ein vielversprechender Auftakt für die kommende Safari.
Safari im Kruger Nationalpark & Sabi Sands
Auf dem Weg in den Kruger Nationalpark, konkret nach Sabi Sands, wird noch ein kurzer Zwischenstopp in Piet Retief eingelegt, zu weit wäre eine Fahrt in einem Rutsch. Ein „Game Drive“ durch den Hluhluwe National Park bringt uns dabei schon mal die erste Begegnung mit einem Elefanten, Zebras und Giraffen – ein Vorgeschmack auf das Kommende.
Der Höhepunkt unserer Reise durch den Norden Südafrikas wartet im Kruger Nationalpark. Genauer gesagt im privaten Wildreservat Sabi Sands, das für exzellente Tierbeobachtungen bekannt ist.
Unser „Glamping“-Zelt in der Umkumbe Bush Lodge übertrifft alle Erwartungen. Private Pool inklusive – willkommen auf der Luxus-Seite der Safari. Vier Game Drives in zwei Tagen stehen auf dem Programm, darunter Early-Morning-Safaris und ein Bushwalk mit Fährtenleser.



Wir sehen Gnus, Impalas, Zebras, Büffel und Nashörner. Ein Rudel Wildhunde bei der Beute, ein Leoparden-Weibchen mit Beute und ein Löwenrudel sorgen für Gänsehaut. Der Kruger Nationalpark macht seinem Ruf als eines der besten Safari-Ziele Afrikas alle Ehre.




Blyde River Canyon & Panoramaroute
Zum Abschluss führt unsere Südafrika-Rundreise entlang der berühmten Panoramaroute zum Blyde River Canyon. Sabi Falls,, Lonely Creek Falls, Bridal Veil Falls, Mac Mac Falls, God’s Window, Lisbon Falls, Berlin Falls und die Three Rondavels – wir lassen kein Highlight aus. Bei einer (zugegeben) anstrengenden und heißen Wanderung führt uns der Leopard Trail tief hinein in die drittgrößte Schlucht der Erde.




Und weil beeindruckende Natur nie genug ist, erkunden wir den Canyon am nächsten Tag zusätzlich vom Boot aus. Die Amafu Forest Lodge bietet dafür die perfekte Ausgangsbasis – inklusive Pub-Besuch mit Cricket-Fans und überraschend gutem Restaurant.



Der Norden Südafrikas ist unbedingt sehenswert
Der Norden Südafrikas vereint alles, was eine perfekte Fernreise ausmacht: spektakuläre Berglandschaften in den Drakensbergen, Tierbeobachtungen im Kruger Nationalpark, tropische Küstenlandschaften im iSimangaliso Wetland Park und Naturwunder wie den Blyde River Canyon.
Südafrika hat auch eine schöne Seite tief im Süden, mehr dazu hier.
Und wir? Wir haben bereits neue Reiseideen im Kopf.

3 Gedanken zu „Durch Südafrikas Norden“
Sehr cool, tolle Gegend…
Die Tierfotos sind der Wahnsinn….
Lg
Danke, einfach auch hinfahren und anschauen1 Das ist der Wahnsinn
Ein herrliche Reise und jetzt ein toller Reisebericht und viele herrliche Tierfotos im Großformat, da kann man echt mitreisen,danke Rainer